
YourCityYourDesign
Das modulare Designkonzept mit Nachhaltigkeitseffekt für die ästhetische Wertstofferfassung im öffentlichen Raum
Der optimale Mix aus geeigneten Erfassungs- und Sammelsystemen für die Abfallentsorgung im öffentlichen Raum hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. So fließen Einflussgrößen wie das Abfallaufkommen am Aufstellort, die Logistik der Sammeltouren und Handhabung in der Leerung der Gefäße sowie deren Anschaffungs- und Wartungskosten in die Konzeption der Straßenreinigung ein. Je tourismusorientierter sich die Stadt positioniert, desto mehr Bedeutung nehmen Design und verarbeitete Materialien der Sammelprodukte Einfluss auf die Entscheidung.
Über Jahre angesammelt
In der Praxis sind die aufgestellten Sammelgefäße historisch gewachsen. Die Straßenreinigung kennt die Aufstellorte, an denen der meiste Abfall anfällt, hat mit mehr oder mit größeren Gefäßen im Laufe der Jahre auf diese Umstände reagiert, kennt die touristischen Regionen der Stadt genauso wie die sozialen Brennpunkte und weiß, wo die Sprayer anzutreffen sind. Diese historische Entwicklung zieht den Effekt mit sich, dass im Laufe der Jahre verschiedene Sammelgefäße angeschafft wurden. Dazu gehören hängende und stehende Straßenabfallbehälter – mal aus Stahl oder Edelstahl, mal aus Kunststoff – in einigen Regionen wurden vielleicht schon neue Lösungen wie Halb- oder Volluntergrundsysteme angeschafft und zur Altkleider- und Glassammlung stehen im Stadtgebiet verteilt die Depotcontainer. Ein bunter Mix aus Formen und Farben, mal mit dem Aufdruck des Entsorgers, mal mit dem der Stadt, mal mit einem flotten Spruch und mal mit der Sammelfraktion. So mutet die Stadt an, wie der gedeckte Tisch eines Studentenhaushalts: ein paar Teller von der Oma, die anderen von der Mama, vergessene Reste aus verflossenen Partnerschaften und dazu was selbstgekauftes bei IKEA. Ist dies Ausdruck der persönlichen Note, Budgetknappheit oder wenig Sinn für Ästhetik? Während für die Stadtreinigungen auf der Suche nach einem durchgängigen und vor allem bezahlbaren und individuellen Design für verschiedene Gefäßsysteme in der Vergangenheit der Weg nur zu verschiedenen Anbietern führte, und nur mit großer Mühe sich ähnelnde Produkte ausgewählt werden konnten, bietet SULO mit dem Konzept YourCity YourDesign eine ganzheitliche Lösung, die in verschiedenen Stufen in Anspruch genommen werden kann. Dabei setzt SULO auf die Kompetenzen und Produktionsmöglichkeiten im Konzern und ist somit in der Lage, vom Papierkorb über den Untergrundpapierkorb, den Depotcontainer, das Halbuntergrundsystem und das Volluntergrundsystem eine Formsprache Produkt übergreifend darzustellen.
Nachhaltigkeit durch das 2-Teile-Prinzip
Das Konzept ist so simpel wie genial. SULO teilt dazu die Produkte in zwei Teile. Den technisch-funktionalen und unsichtbaren Teil und den Design-, Farb- und Form-orientierten sichtbaren Teil, also die Hülle. Design follows funciton: Wird ein Design Produktübergreifend für eine Stadt umgesetzt, so bleibt der technisch-funktionale Teil bestehen. Es ist fertig entwickelt und damit zeitnah verfügbar, es wird in Serie gefertigt und wird daher Kosten optimiert produziert, da die Technik bereits genutzt wird, sind sämtliche Kinderkrankheiten bereits behoben. Als Unternehmen mit einer 120jährigen Geschichte garantieren wir außerdem die Ersatzteilsicherheit.
Design ist nicht gleich „schön machen“
Der andere Teil des Produktes bezieht sich auf den sichtbaren Bereich, das Design. Zwar lässt sich über Geschmack bekanntlich nicht streiten, dennoch gibt es im Design Gesetzmäßigkeiten, deren Beherrschung den guten vom schlechten Designer unterscheidet. Stellt man sich einen Automobilhersteller vor und sucht sich den Kleinwagen und das Luxusklassefahrzeug aus. Nimmt man von beiden Fahrzeugen den rechten Frontscheinwerfer, so wird man feststellen, dass diese nicht gleich sind. Es ist auch nicht so, dass der des Kleinwagens einfach kleiner ist, als der seines großen Bruders, dennoch harmonieren sie miteinander und passen zusammen. Das macht eine Designserie aus. Transformieren Sie diesen Anspruch beispielsweise auf Papierkörbe und Untergrundsysteme, so wird die übergreifende Formsprache in Verbindung mit wiederkehrenden Designelementen interpretiert und nicht kopiert. Unter Berücksichtigung der Funktionalität jedes Einzelproduktes, selbst bei unterschiedlicher Farbgebung, wird so eine optische Harmonie erzeugt. Dabei wirkt jedes Produkt einzeln wie in der Serie.
Werkstoffmix schafft Kostenplus und Flexibilitätsvorteil
Der Vorteil des Rotationsgusses im Vergleich zum konventionellen Schweißen des Stahls liegt darin, dass außerdem weitaus komplexere Geometrien dargestellt werden können. So lassen sich beispielsweise Narbungen in der Oberfläche darstellen, die Graffiti-Künstlern gar nicht gefallen. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist, dass ein Werkstoffmix dargestellt werden kann. Repräsentative Bereiche können mit hochwertigen Aluminium-Guss-Produkten ausgestattet werden, äußere Bereiche mit dem preiswerten Kunststoff-Pendant. So hat Plastic Omnium die Stadt Madrid mit etwa 100.000 Papierkörben ausgestattet. Der Anteil der Aluminiumguss-Version des CIBELES® beträgt ca. 10 Prozent, der Rest der Papierkörbe wurde aus HDPE oder LDPE hergestellt. Für Depotcontainer können ebenfalls die Rotationsgussverfahren angewendet werden. Konventionell werden Depotcontainer entweder aus Stahl geschweißt oder aus Polyester gefertigt. Polyesterprodukte sind zwar in ihren Anschaffungskosten günstiger, ziehen jedoch den Nachteil mit sich, dass die Oberfläche verhältnismäßig grobporig ist. Dadurch sind die Polyester-Container sehr anfällig für eine starke Moosbildung, die sehr aufwendig entfernt werden muss und in Abhängigkeit zum Aufstellort nach etwa zwei Jahren sichtbar wird. HDPE, der Werkstoff aus dem auch die Müllgroßbehälter gefertigt werden, besticht neben seiner UV-Stabilität vor allem durch eine dichte Oberfläche, die sich leicht reinigen lässt und die Anhaftung von Moos und Schmutz reduziert. HDPE oder LDPE zählt zur Gruppe der Thermoplaste und ist daher zu 100% recyclebar. Da Polyester zur Gruppe der Duroplaste zählt, ist eine Recyclingfähigkeit ausgeschlossen. Unter Umweltaspekten betrachtet ist die Thermoplastische Ausführung der klare Sieger. Letztlich geht es darum, in Abhängigkeit zum Design, zur mechanischen Auslegung und zur Gesamt-Stückzahl das ideale Produktionsverfahren zu definieren. So kann auch eine geschweißte Lösung aus Stahl das Optimum darstellen, wenn beispielsweise mechanische Belastungen an die Produktelemente den Werkstoff vorgeben.
Modulares Konzept
Nicht jede Stadt oder Gemeinde hat das Budget, alle Produkte zur Wertstofferfassung komplett durch ein neues Design auszutauschen. So können bereits geringfügige Modifikationen die gewünschte persönliche Note erzeugen. SULO bietet mit dem Konzept YourCity YourDesign die Freiheit sich kreativ auszuleben, den Umfang der Beratung und der Designleistung selber zu bestimmen und die Flexibilität, mit einem Mix aus kompletten Standard-Produkten und Modifikationen die Kosten im Blick zu haben und gleichzeitig ein qualitativ hochwertiges, nachhaltig konzipiertes und dennoch individuelles Design zu realisieren

